Berufliches Training für Menschen mit visueller Beeinträchtigung und zusätzlicher psychischer Erkrankung oder neurologischer Beeinträchtigung. Neurovisuelle Störungen sind Funktionsstörungen des visuellen Systems, die nicht primär durch Augenerkrankungen, sondern durch Schädigungen oder Funktionsstörungen im Gehirn entstehen.
Teilnehmerkreis
Zielgruppe sind Menschen mit visueller Beeinträchtigung, welche aufgrund ihrer psychischen oder neurologischen Erkrankung eines besonderen Trainings und einer sukzessiven Steigerung der Belastbarkeit bedürfen, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integriert zu werden. Beschreibung der Inhalte: Berufliches Training zur Förderung der visuellen /psychischen Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit und psychischen Stabilität zur beruflichen Integration
Dauer
Die Dauer des beruflichen Trainings beträgt 11 Monate.
Inhalte der Maßnahme
Individualisierte Maßnahme durch Module
- Förderung der Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung der psychischen oder neurologischen Erkrankung
- Erarbeitung einer realistische Integrationsperspektive
- neurovisuelle Trainings
- Neurokognitive Trainings
- Psychosoziale Trainings
- Kompensation der Sehbeeinträchtigung durch Arbeitstechniken und Hilfsmittel
- Berufsorientierung durch berufsspezifische Trainings,
- Förderung von Fertigkeiten und Fähigkeiten, welche der Integration auf dem Arbeitsmarkt dienen
- Stabilisierung und Strukturierung der Teilnehmer
- BFW-spezifische Hilfen, wie Low-Vision-Betreuung, psychologische Betreuung, Orientierung und Mobilitätstraining, Lebens praktische Fertigkeiten, sozialpädagogische Begleitung
Abschluss
Zertifikat des Berufsförderungswerkes Halle (Saale)
Termin und Ort
Ein Beginn ist zu den Kurswechseln im Januar, April, Juli und Oktober im Haupthaus in Halle (Saale) möglich.
Besondere Hilfen
Neben der diagnostischen und beratenden Tätigkeit während der Arbeitserprobung ist es die Aufgabe der besonderen Hilfen, den Rehabilitationserfolg jeder Rehabilitand*in zu begleiten und zu unterstützen. Dafür steht Ihnen ein interdisziplinäres Team aus Psycholog*innen, Low-Vision-Expert*innen, Sozialpädagog*innen, Pädagog*innen sowie IT-Fachleuten zu Verfügung. Darüber hinaus stehen allen Teilnehmer*innen Reha- und Integrationsmanager*innen (RIM) zur Seite. In enger Zusammenarbeit mit den Teilnehmer*innen, dem Team der Qualifizierung und dem Kostenträger entwickeln sie einen individuellen Förderplan und organisieren Ihren Weg zurück in den Beruf. Die besonderen Hilfen bieten Ihnen während und nach der Rehabilitation im Berufsförderungswerk eine integrationsbegleitende Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Natürlich wird Ihr Schulungsplatz im BFW Halle (Saale) mit den für Sie notwendigen elektronischen Hilfsmitteln ausgestattet.

